Bernhard Kaut: Auf den Großvenediger nach Lungentransplantation

Bernhard Kaut litt an idiopathischer Lungenfibrose und musste sich einer Lungentransplantation unterziehen. Nachdem er bereits den Großglockner, den Gran Paradiso und die Zugspitze erklommen hat, war dieses Jahr der Großvenediger an der Reihe.

Bernhard Kaut litt an idiopathischer Lungenfibrose (IPF), die sich nach einer COVID-19-Infektion entwickelt hatte. Im Juli 2022 musste er sich schließlich einer Lungentransplantation unterziehen.

Doch davon hat sich Bernhard nicht unterkriegen lassen. 2024 hat er mit ärztlicher Unterstützung den Gipfel des Großglockner in 3.798 Metern Höhe üNN erklommen. 2025 ging es dann mit der Zugspitze (2962 Meter, höchster Berg Deutschlands) und dem Gran Paradiso (4.061 Meter, höchster Berg Italiens) weiter. In diesem Jahr wartete der Großvenediger mit 3.657 Metern. Bernhard berichtet:

Das Gipfel-Team ist diesmal komplett

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren das Pech zugeschlagen hatte – beim Großglockner fiel Axel und beim Gran Paradiso fiel dann Wolfgang krankheitsbedingt aus –, konnten wir heuer endlich vollzählig zu unserer Bergtour aufbrechen. Das Team besteht aus:

  • Meine großartige Bergführerin Gundula (mit Bernhard auf dem Titelbild). Die diplomierte Geologin war sofort interessiert, als ich ihr 2023 die Anfrage für die Begleitung auf den Großglockner gestellt hatte.
  • Gemeinsam mit ihrem Kollegen Sepp führte sie uns auch auf den Großvenediger. Er ist Urgestein, der bereits am höchsten Berg der Erde stand. Ohne die beiden wären unsere jährlichen Touren nicht so sicher und auch nicht so lustig.
  • Unser Ärzteteam Katja und Roland Winkler. Als Roland mich als behandelnder Arzt durch meine erste Reha nach der Transplantation begleitete, stimmte die Chemie sofort. Dass mich der bergaffine Kardiologe eines Tages auf den höchsten Berg Österreichs begleiten würde, wagte ich damals nicht zu träumen. Von Anfang an dabei seine Frau Katja, die ebenfalls Ärztin ist.
  • Axel und Wolfi sind nicht nur sehr gute Freunde, sondern außerdem Trainingspartner, Motivatoren, Kameramänner, Drohnenpiloten und Vorbilder.

Der Aufstieg zum Defreggerhaus

Am Freitag trafen wir uns alle in Matrei in Osttirol zum gemeinsamen Abendessen. Wir übernachteten anschließend in Hinterbichl. Am nächsten Morgen zeigte sich das Wetter zunächst heiter. Wir fuhren mit dem Hüttentaxi zur Johannishütte, wo uns pünktlich zur Ankunft ein Regenschauer überraschte. Die Zeit nutzten wir für eine gemütliche Frühstücks- und Kaffeepause.

Nach etwa einer Stunde hörte der Regen auf. Wir starteten in der frisch gewaschenen, kühlen Luft. Die Bedingungen waren ideal: Angenehme Temperaturen, glasklare Sicht und beste Stimmung begleiteten uns auf den rund 800 Höhenmetern hinauf zum Defreggerhaus. Wir meisterten diesen Aufstieg in gut zweieinhalb Stunden.

Oben angekommen, stärkten wir uns erst einmal. Danach teilte sich die Gruppe: Unsere beiden Bergführer Gundula und Sepp stiegen mit dem Ärzteteam noch ein Stück weiter auf, um den Weg für den nächsten Tag bis zum Klettersteigeinstieg zu erkunden. Von dort bot sich bereits ein eindrucksvoller Blick auf den Gletscher. Der Rest unseres Teams zog einen erholsamen Powernap auf der Hütte vor. Abends kamen alle wieder zusammen, um ein vorzügliches Dreigangmenü samt kühlem Getränk zu genießen. Gegen 21 Uhr hieß es dann: Ab ins Matratzenlager und Nachtruhe.

Gipfeltag: Nebel, Seilschaften und Geburtstagsständchen

Als am nächsten Morgen um 4 Uhr der Wecker klingelte, hielt sich die Begeisterung im ersten Moment in Grenzen. Doch nachdem wir alle gut geschlafen hatten, siegte schnell die Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer. Das Wetter sah gut aus. So machten wir uns nach dem Frühstück mit eingeschalteten Stirnlampen auf den Weg.

Nach etwa 30 Minuten erreichten wir den neuen Klettersteig, der einen sicheren Zustieg auf den leider immer kleiner werdenden Gletscher ermöglicht. Die Besonderheit: Beim Hinweg geht man diesen Klettersteig abwärts – beim nachmittäglichen Abstieg ins Tal klettert man ihn folglich wieder bergauf.

Am Gletscherrand angekommen, bildeten wir zwei Vierer-Seilschaften und betraten das spaltenreiche Eis. Vorbei am Rainertörl arbeiteten wir uns bis zum berühmt-berüchtigten Gipfelgrat vor. Mittlerweile war allerdings dichter Nebel aufgezogen, der die Sicht auf etwa anderthalb Meter reduzierte. Was schade für die Aussicht war, hatte einen ungeahnten Vorteil: Selbst die Teammitglieder, die sich mit steil anfallenden Flanken nicht so leichttun, passierten den ausgesetzten Grat völlig problemlos!

Die vernebelte Zeit am Gipfel genossen wir trotz fehlendem Panorama in vollen Zügen. Nach einem schnellen Gruppenfoto und einem gemeinsamen Geburtstagsständchen für unsere Bergführerin Gundula stiegen wir auf das Plateau unterhalb des Gipfels ab, um uns kurz zu stärken.

Der Abstieg ins Tal

Der anschließende Abstieg verlief reibungslos. Das Wetter klarte wieder auf und ab und zu blitzte sogar die Sonne durch. Auf Bitten unserer Bergführer machten wir am Defreggerhaus nur einen kurzen, 20-minütigen Stopp. Wir packten lediglich unsere dort geparkte Ausrüstung ein und schoben einen schnellen Müsli-Riegel ein. Da von Westen Gewitter drohten, wollten wir das eigentliche Mittagessen lieber auf die tiefer gelegene Johannishütte verlegen.

Dort angekommen, war die Erleichterung spürbar – nach 1.700 Höhenmetern Abstieg qualmten die Sohlen gewaltig. Die schmerzenden Füße belohnten wir sogleich mit einem eiskalten Fußbad im Brunnentrog. Bei Kaiserschmarrn und einer deftigen Brettljause ließen wir die Tour entspannt ausklingen, bevor uns das Hüttentaxi wieder sicher zurück ins Tal brachte.

Inhalationstherapie bleibt fester Bestandteil meines Alltags

Ich habe mir für die Zukunft viel vorgenommen: Mein großer persönlicher Traum bleibt das Matterhorn (4.478 m). Ich möchte diesen ikonischen Gipfel in der Zeit rund um meinen 50. Geburtstag erklimmen. Für mich steht er für den ultimativen Sieg über meine einstige Erkrankung.

PARI bleibt dabei als starker Partner an meiner Seite. Denn die Inhalation bleibt mein stetiger Begleiter. Während der ersten Reha aufgrund der idiopathischen Lungenfibrose und nach der Lungentransplantation war die Inhalation Teil meiner Therapie. Mittlerweile inhaliere ich drei- bis viermal in der Woche, um meine zweite Lunge zu pflegen – denn es warten noch einige Gipfel auf mich!

Ich inhaliere mit PARI Protect Inhalationslösung in erster Linie prophylaktisch. Nach der Inhalation habe ich persönlich das Gefühl, deutlich befreiter atmen zu können. Gerade im Winter oder an Sporttagen mit trockener Luft lindert die Feuchtinhalation bei mir spürbar Halskratzen und Hustenreiz. Zudem gibt mir das Inhalieren ein sicheres Gefühl gegenüber Infekten – für uns Lungentransplantierte ein nicht zu unterschätzendes Risiko.


Mehr zu Bernhards Geschichte:


Hinweis: Bei den im Erfahrungsbericht getroffenen Aussagen handelt es sich um die individuelle Sichtweise der berichtenden Person. Diese spiegeln nicht zwangsläufig die PARI Sichtweise oder den allgemeinen Stand der Wissenschaft wider.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Sternebewertung
Bewertung abgeben

PARI Atemwegs-Post – Ihr Newsletter rund um Atemwegs-Gesundheit

Melden Sie sich jetzt zur PARI Atemwegs-Post an mit wertvollen, hilfreichen Informationen rund um das Thema Atemwegs-Gesundheit. Sie erhalten die PARI Atemwegs-Post in der Regel einmal im Monat.

Anmeldung Newsletter