Inhalieren mit Kindern bei Erkältung und Schnupfen – Erfahrungen einer Dreifachmama

Mit der ersten Kältewelle kündigt sich bei den meisten Kindern ein Schnupfen an und bei Eltern schrillen die Alarmglocken. Bei Familie Warth ist das nicht anders. Im Interview erzählt die Dreifachmama, Petra Warth, wie sie mit den Infekten ihrer Kinder während der kalten Jahreszeit umgeht und welche Rolle Inhalieren dabei spielt.

PARI-Blog: Petra, Sie haben Kinder im Alter von zwei, fünf und sieben Jahren. Wie oft erkranken Ihre Kinder an einem Atemwegsinfekt – also Schnupfen, Erkältung oder Husten?

Petra Warth: Während der Erkältungssaison ist sicher jedes Kind alle vier bis sechs Wochen krank oder angeschlagen und wenn es sich dabei nur um eine Rotznase handelt. Als es in diesem Jahr zum ersten Mal nasskalt war, erwischte es alle drei Kinder. Alle hatten einen sehr starken Schnupfen. Die Nasen liefen ohne Unterbrechung.

PARI-Blog: Wie reagieren Sie, wenn eines Ihrer Kinder eine laufende Nase hat?

Petra Warth: Sobald ein Kind Schnupfen hat oder hüstelt, starten wir mit der Inhalation.

PARI-Blog: Die Kinder inhalieren bereits bei Schnupfen? Warum?

Petra Warth: Ja, das stimmt. Sobald ein Kind eine Rotznase hat, wird inhaliert. Ich habe den Eindruck, dass dadurch oft einer schlimmeren Erkrankung vorgebeugt wird. Die laufende Nase wächst sich meistens nicht zu einer richtigen Erkältung aus. Die Kinder inhalieren übrigens mit der Maske, auch wenn ich weiß, dass für ältere Kinder die Inhalation mit dem Mundstück empfohlen wird. Ich finde aber die Maske gerade für die Inhalation bei Schnupfen gut, weil die Nase von der Maske mitabgedeckt wird. Die Kinder können ab und zu einen Atemzug durch die Nase machen, so dass die Nasenschleimhaut befeuchtet wird und sich der Schleim dort besser lösen kann.

PARI-Blog: Wie läuft die Inhalation ab, wenn alle drei Kinder gleichzeitig krank sind?

Petra Warth:  Sind alle drei Kinder gleichzeitig krank, wird reihum inhaliert. Die Kinder sitzen auf dem Sofa, dürfen eine Kindersendung schauen und der PARI BOY wandert von Kind zu Kind. Jedes Kind inhaliert ungefähr 10 Minuten, wobei jedes Kind einen eigenen Vernebler benutzt. Normalerweise inhalieren die Kinder 0,9 % Kochsalzlösung. Bei starker Verschleimung inhalieren die älteren Kinder mit einer Mischung aus 0,9-prozentiger Lösung und einer 3-prozentigen Kochsalzlösung.

PARI-Blog: Wie schätzen Sie die Wirkung der Inhalation mit Kindern bei Erkältung ein? Wie sind Ihre Erfahrungen?

Petra Warth:  Gerade, wenn der Husten hart ist, löst sich das Sekret besser mit der Inhalation. Der Husten wird produktiv, die Kinder können den Schleim besser abhusten. Dadurch kommt es schon mal vor, dass die Kinder nach der Inhalation vermehrt husten müssen, aber das beruhigt sich schnell. Generell konnte ich bei allen drei Kindern feststellen, dass es ihnen guttut und der Husten besser wird.

PARI-Blog: Können Sie Beispiele anführen?

Petra Warth:  Beispielsweise bekam unser jüngster Sohn vor wenigen Wochen Husten. Ich ließ es zwei Tage laufen. Der Husten wurde immer schlimmer. Wir starteten mit der Inhalation. Nach zwei Tagen Inhalation ging der Husten zurück. Man weiß natürlich nicht, wie es ohne Inhalation verlaufen wäre, aber in den meisten Fällen stellt sich mit der Inhalation Besserung ein. So auch bei unserem mittleren Sohn. Er hatte als Kleinkind viel mit Pseudokrupp-Anfällen und Bronchitis zu tun. Auch mit ihm haben wir inhaliert. Auch bei ihm konnte ich feststellen, dass die Inhalation zur Linderung des Hustens beitrug. Unsere Tochter hatte als Kleinkind eine Phase, in welcher ein hartnäckiger Husten einfach nicht weggehen wollte. Wir machten Urlaub am Meer. Nach wenigen Tagen an der Meeresluft war der Husten weg. Inhalieren mit Kochsalzlösung ist vom Prinzip her nichts anderes, als Meeresluft einzuatmen. Aufgrund dieser Erfahrungen inhalieren unsere Kinder bei Erkältung oder Schnupfen regelmäßig. Außerdem hat unser Kinderarzt die Inhalation bei Atemwegsinfekten ausdrücklich empfohlen.

PARI-Blog:Womit inhalieren die Kinder bei einer Erkältung?

Petra Warth:  Wie gesagt, inhalieren die Kinder bei einer Erkältung mit Kochsalz und zwar immer mit dem PARI BOY. Mit Kindern ist es zu gefährlich, Dampf über einer Schüssel mit heißem Wasser zu inhalieren. Außerdem gelangt das Kochsalz über Dampf nicht in die Lunge. Wenn der Husten richtig schlimm ist oder Fieber oder Probleme wie Atemnot dazukommen, suchen wir natürlich unseren Kinderarzt auf. Bisher riet er uns abhängig von der Diagnose zu hochprozentiger Kochsalzlösung oder verschrieb auch atemwegserweiternde Medikamente. Diese Kombination von Salzlösung und Medikament inhalieren wir ausschließlich über den Vernebler von PARI. Unser Arzt verordnete ebenso den PARI BOY, da sich bei unseren Kindern Atemwegsinfekte stark häuften. Die Krankenkasse übernahm einen Großteil der Kosten. Ich empfehle allen Eltern, deren Kinder häufig Atemwegsinfekte haben, die Anschaffung eines eigenen Inhalationsgeräts. Man braucht das Gerät häufig und vor allem spontan. Es ist umständlich und kostet wertvolle Zeit, sich jedes Mal ein Leihgerät aus der Apotheke zu besorgen. Außerdem ist es nur mit einem eigenen Gerät möglich, frühzeitig zur Prävention von Erkältungen mit Inhalation einzugreifen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem PARI BOY im Sinne von Langlebigkeit und Hygiene gemacht?

Der PARI BOY ist auf jeden Fall langlebig und von hoher Qualität. Den ersten PARI BOY haben wir vor sechseinhalb Jahren wegen des Hustens unserer ältesten Tochter gekauft. Das Gerät funktioniert auch heute noch genauso gut, wie am ersten Tag, obwohl es seit sechseinhalb Jahren in jeder Erkältungssaison sehr häufig im Einsatz war. Aus hygienischer Sicht finde ich es gut, dass sich die Vernebler im Topf auskochen oder im Dampfsterilisator desinfizieren lassen. Damit kann ich vermeiden, dass sich Viren auf dem Vernebler halten oder sich Bakterien darin bilden, die meine Kinder bei der nächsten Inhalation einatmen. Das wäre schließlich prekär. Die Möglichkeit der hygienischen Aufbereitung ist mir daher sehr wichtig. Wenn ich Fragen zur Hygiene oder dem Gerät hatte, konnte mir bisher immer die Apotheke weiterhelfen. Aber ich glaube, das war bisher nur einmal der Fall. Der PARI BOY läuft seit Jahren problemlos.

PARI-Blog: Gibt es Probleme bei der Inhalation mit Kindern? Ist es schwierig sie zur Inhalation zu motivieren? Haben Sie Tipps für andere Eltern?

Petra Warth:  Wenn Kinder noch unter einem Jahr alt sind, dann kann es anfangs schwierig sein. Das Gerät ist laut und sie kennen es nicht. Vor allem mein Jüngster weinte am Anfang. Um ihn an die Inhalation heranzuführen, erklärte ich ihm das Gerät, machte ihm vor, wie man inhaliert und nahm ihn zur Inhalation auf den Schoß. Er sah auch seine Geschwister inhalieren. Mit ein bisschen Ablenkung inhalierte er schließlich auch ohne Probleme. Unser Kinderarzt meinte, wenn es so gar nicht klappen würde, solle man die Kinder über die Inhalationsmaske inhalieren lassen, während sie schlafen. Das funktionierte auch bei uns, obwohl das Gerät laut ist.

PARI-Blog: Machen Sie noch etwas neben der Inhalation mit Ihren Kindern bei Schnupfen oder Erkältung, um ihnen zu helfen?

Petra Warth:  Es gibt nicht viele Möglichkeiten, bei einem viralen Infekt tätig zu werden. Ich achte darauf, dass die Kinder viel trinken und reibe sie ab und zu mit Balsam ein. Für den Jüngsten hänge ich Zwiebelsäckchen auf und lasse ihn Kindererkältungsbäder nehmen. Viel mehr kann man nicht machen. Bei der Inhalation setze ich darauf, dass die Schleimhäute befeuchtet werden und diese damit weniger angreifbar für Viren sind. Und natürlich, dass sich bei Verschleimung das Sekret besser löst.

Petra, vielen Dank für das Gespräch!

 

Über Petra Warth: Auf dem Blog allesinklein schreibt Petra seit der Geburt ihres ersten Kindes im Jahr 2012 über den Alltag als Mutter und teilt ihre Erfahrungen zusätzlich auf Instagram (allesinklein). Neben allerlei praktischen Tipps für schöne Dinge und einem Faible fürs Unterwegssein (natürlich am liebsten mit Kind und Kegel) liegen ihr besonders jene Geschichten am Herzen, die das Leben jeden Tag aufs Neue schreibt. Zu einer echten Mama gehören daher auch Themen zu Krankheiten und Zipperleins.

Auf Petras Blog stießen wir zufällig. Vor Kurzem erst entdeckten wir einen ihrer Blog-Artikel aus dem Jahr 2016 namens: Unser kleines Lazarett und ein Dank an den großartigen PARI BOY. Den Dank geben wir zurück – für das schöne Lob!

 

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Hinweis:

Fotos zur Verfügung gestellt u.a. von Petra Warth und Marion Hogl (www.seh-stern.com)

Ein Beitrag der PARI-BLOG Redaktion.


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