SELBSTREINUNGSMECHANISMUS DER LUNGE

Da die Lunge pro Atemzug kontinuierlich mit Staubpartikeln, reizenden Schadstoffen und Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren in Kontakt kommt, ist ein wirksames Reinigungssystem unverzichtbar. In den Alveolen werden kleinste partikuläre Fremdstoffe vor allem durch Makrophagen einverleibt und abgebaut. Außerhalb der Alveolen wirkt das mukoziliäre Klärsystem über ein Flimmerepithel, das die gesamten Atemwege  auskleidet und dessen Zellen auf ihrer Oberfläche feine Härchen, die sog. Zilien tragen.  Die Zilien sind von einer dünnflüssigen Schleimschicht (periziliäre Flüssigkeit) umgeben. Dieser ziliären Schicht aufgelagert befindet sich der viskose Schleim oder Mukus, in dem Fremdpartikel und Mikroorganismen haften bleiben. Durch eine koordinierte Bewegung der Zilien in der periziliären Flüssigkeit – wie ein Weizenfeld im Wind - wird der dickflüssige Schleim mitsamt der Fremdpartikel in Richtung Mund transportiert, wo er verschluckt oder abgehustet werden kann.
Die Effizienz dieses Reinigungsmechanismus ist abhängig von der Anzahl der Zilien, ihrer Struktur, Aktivität und von der Menge und Konsistenz des Schleimes. 
Wenn die mukoziliäre Clearance in ihrer Funktion gestört ist, z.B. bei Mukoviszidose, PCD oder dem Kartagener Syndrom kommt es zu schweren, mitunter lebensbedrohlichen Symptomen.