Atemtechnik Fausttunnel gegen Hustenreiz – so geht’s!

Husten und Hustenreiz können quälende Begleiter im Alltag sein. Eine Atemtechnik, mit der Sie den Reiz unter Kontrolle bringen können, ist der sogenannte Fausttunnel. Wir zeigen Ihnen, warum die Atemtechnik funktioniert und wie Sie den Fausttunnel durchführen.

Atmung gegen einen Widerstand

Der Fausttunnel zählt zu den Stenosen-Atmungen – also Atmung gegen einen Widerstand. Die Stenose-Atmung bewirkt, dass die Bronchien während der Ausatmung nicht kollabieren (in sich zusammenfallen und zu eng werden), sondern weit und stabil bleiben. Dies hat zur Folge, dass die Luft besser und konstant durch die Bronchien hindurchströmen und sich die Atmung stabilisieren kann.

Fausttunnel – so geht’s

  1. Mit der Hand eine Faust bilden
    Bilden Sie mit einer Hand eine Faust. Ihr Daumen ruht dabei außen auf Ihren Fingern. Stecken Sie den Daumen also nicht unter die Finger, wie beim Daumendrücken. Zwischen Ihren Fingern bildet sich ein kleiner Tunnel.
  2. Faust auf den Mund legen
    Legen Sie die Faust so auf den Mund, dass Ihre Lippen Daumen und Zeigefinger berühren. Die Tunnelöffnung liegt direkt auf Ihren Lippen.
  3. Durch Fausttunnel ein- und ausatmen
    Atem Sie durch die Nase ein und durch den Fausttunnel langsam aus. Wenn Sie den Fausttunnel richtig machen und die Hand genügend schließen, spüren Sie den gewünschten Atemwegswiderstand während der Ausatmung.
  4. Wiederholen, bis Hustenreiz vorbei ist
    Atmen Sie so lange durch den Fausttunnel, bis sich der Hustenreiz gelegt hat. Sollten Sie den Reiz nicht unterdrücken können, husten Sie gegen Ihre Faust an.

Arzt aufsuchen bei permanentem Husten und Hustenreiz

Sollten Sie häufig und dauerhaft unter Husten und Hustenreiz leiden, suchen Sie Ihren Hausarzt oder Lungenfacharzt auf, um die Ursachen abzuklären.


Über Rita Kieselmann

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der erfahrenen Physio- und Atemtherapeutin Rita Kieselmann entstanden. Sie arbeitet seit 1974 in der Physio- und Atemtherapie. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit chronischen Atemwegserkrankungen.

Rita Kieselmann ist Gründerin des Arbeitskreises Physiotherapie im Mukoviszidose e. V. Zudem entwickelte sie Selbsthilfetechniken zum Sekret-Transport wie zum Beispiel die Modifizierte Autogene Drainage und Atemmanöver mit oszillierenden PEP-Systemen.


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Hinweis: Der Inhalt des Beitrags stellt keine Therapieempfehlung dar. Die Bedürfnisse von Patienten sind individuell sehr verschieden. Vorgestellte Therapieansätze sollen nur als Beispiele dienen. PARI empfiehlt Patienten, sich stets mit ihrem behandelnden Hausarzt oder Facharzt abzusprechen.


Ein Beitrag der PARI-BLOG Redaktion.


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