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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Ist eine Sinusitis ansteckend?

    In über 90% der Fälle wird eine Sinusitis durch die Infektion mit Erkältungsviren verursacht. Diese werden meist über eine sog. Tröpfcheninfektion von einer Person auf die andere übertragen. Der Empfänger kann dann einen Schnupfen, oder eine Erkältung bekommen, woraus sich auch eine Sinusitis entwickeln kann.

  • Kann ich einer Erkältung/akuten Sinusitis vorbeugen?

    Die Sinusitis entwickelt sich in den meisten Fällen aus einem einfachen Schnupfen. Alle Maßnahmen, die die Verbreitung und Ansteckung mit Viren und Bakterien behindern, tragen damit auch zur Vorbeugung einer Sinusitis bei.

  • Was kann ich tun, um die Symptome akuter Schübe der Sinusitis zu lindern?

    Häufige Ursachen für Probleme sind das Anschwellen der Schleimhaut oder die übermäßige Sekret- und Schleimproduktion wodurch die Zugänge zu den Nasennebenhöhlen verlegt werden. Bewährt und nebenwirkungsarm ist die Aerosoltherapie oder auch die Nasenspülung mit isotonen (mit 0,9% den gleichen Salzgehalt wie die Körperflüssigkeiten) und den leicht hypertonen (3 - 6% Salzgehalt) Salzlösungen. Rasch wirksame abschwellende Nasensprays können kurzfristig Linderung bringen, sollten aber nicht länger als 3-5 Tage eingesetzt werden, da sie die Schleimhaut schädigen können. Zudem bergen sie das Risiko, bei längerem Gebrauch eine Abhängigkeit zu verursachen.

  • Was sind die oberen Atemwege?

    Die oberen Atemwege stellen die Eintrittspforte in die Atemwege dar. Sie werden durch drei zum Teil eng miteinander verbundene Bereiche gebildet. Die Nase mit den Nasennebenhöhlen (Kieferhöhlen, Stirnhöhle, Keilbeinhöhle und Siebbeinzellen), der Rachen-Bereich (Pharynx) und der Kehlkopf (Larynx). Die oberen Atemwege sind mit Schleimhaut ausgekleidet. Virale oder bakterielle Krankheitserreger, aber auch Allergien, können Erkrankungen der Nase (Rhinitis), der Nasennebenhöhlen (akute und chronische Sinusitis), des Rachens (Pharyngitis) und des Kehlkopfes (Laryngitis, Pseudokrupp) auslösen.

  • Was ist der Unterschied zwischen Nasennebenhöhlen und obere Atemwege?

    Die Nasennebenhöhlen bilden einen Teil der oberen Atemwege. Außerdem gehören zu den oberen Atemwegen Nase, Mund und Rachen.

  • Kann eine Nasennebenhöhlenentzündung eine Bronchitis nach sich ziehen?

    Das Absteigen von Erkrankungen der Nase und der Nasennebenhöhlen „hinunter“ in die Lunge wird auch als „Etagenwechsel“ bezeichnet. Der Etagenwechsel – er kann auch „hinauf“ stattfinden - beschreibt, dass sich Entzündungen oder Infektionen von einem Bereich der Atemwege in den anderen verlagern  bzw. ausbreiten können. So entwickeln z.B. auch 40 – 60% der Asthma-Patienten eine Nasennebenhöhlenentzündung. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die oberen und unteren Atemwege nicht isoliert, sondern als Ganzes zu betrachten. 

  • Kann aufgrund einer Sinusitis eine obstruktive Schlaf-Apnoe (OSA) entstehen?

    Mögliche Ursache für die Entstehung einer Nasennebenhöhlenentzündung ist die Behinderung der Nasenatmung. Letztere kann durch übermäßigen Anfall von Nasensekret oder durch Schleimhautanschwellungen begünstigt werden. Aber auch Nasenpolypen oder anatomische Veränderungen z.B. die Verkrümmung der Nasenscheidewand können die nasale Luftströmung behindern und so zur Entstehung einer Nasennebenhöhlenentzündung beitragen. Oft führt die beeinträchtigte Nasenatmung dazu, dass die Patienten - insbesondere während des Schlafes - durch den Mund atmen und schnarchen. Das Schnarchen wiederum kann zu Atemaussetzern, der sog Schlaf-Apnoe führen, während der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwächen können unter anderem die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Spezielle Analyse-Verfahren ermöglichen eine konkrete Diagnose, auch gezielte und wirkungsvolle Therapie-Optionen für die Schlafapnoe sind vorhanden.

  • Kann man mit einer Nasennebenhöhlenentzündung fliegen?

    Beim Flug kommt es während des Starts und besonders beim Landeanflug zu Druckschwankungen im Flugzeug. Das kann einen schmerzhaften Über- oder Unterdruck in den Nasennebenhöhlen zur Folge haben, da bei akuter oder chronischer Sinusitis die notwendige Belüftung der Nasennebenhöhlen nur noch eingeschränkt funktioniert. Diese Erscheinung wird als Barosinusitis bezeichnet. Kaugummi-Kauen hat dann häufig nicht mehr den gewünschten Effekt, kurzfristig kann ein abschwellendes Nasenspray helfen. Aufgrund der Problematik versuchen manche Patienten, Flüge möglichst zu vermeiden.

  • Kann man Entzündungen in den Nasennebenhöhlen abwenden?

    Haben Sie bereits Schnupfen, ist es wichtig, dass sich dieser nicht festsetzen kann. Trinken Sie ausreichend, schonen Sie sich und vermeiden Sie nach Möglichkeit zu viel Stress. Schleimlösende und abschwellende Medikamente können helfen, dass die Schleimhäute abschwellen und das Sekret abläuft, bevor es zu einer Sinusitis kommt. Medikamente aus pflanzlichen Wirkstoffen können in der Regel auch über längere Zeit eingenommen werden. Beachten Sie bitte, dass Sie einige Nasensprays und Nasentropfen dagegen nicht länger als eine Woche anwenden dürfen, da sich sonst ein Gewöhnungseffekt einstellen kann. Zusätzlich können sich Inhalationen mit Kamille oder Kochsalz positiv auf die Schleimhäute auswirken. Das Rauchen sollte reduziert oder beendet werden, da Tabakrauch die Zilien schädigt und somit die Krankheitssymptomatik verstärken kann

  • Wie lange kann eine Nasennebenhöhlenentzündung andauern?

    Die akute Nasennebenhöhlenentzündung kann bis zu 12 Wochen andauern. Meist klingen die Symptome während dieses Zeitraums vollständig ab. Eine chronische Sinusitis ist dadurch gekennzeichnet, dass sie länger als 12 Wochen andauert, wiederkehrt und die Symptome nicht vollständig zurückgehen.

  • Anhand welcher Symptome kann ich Schnupfen von einer Nasennebenhöhlenentzündung unterscheiden?

    Häufiges Niesen und eine laufende Nase sind meist erste Anzeichen eines Schnupfens. Später verschleimt die Nase und verstopft. Es wird zunehmend schwerer, durch die Nase ein- oder aus zu atmen. Zusätzlich können der Geschmacks- und Geruchssinn beeinträchtigt sein. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen neben Schnupfen eine erhöhte Druckempfindlichkeit und Schmerzen im Bereich der Nebenhöhlen, also über Wangen, Stirn und Augen, hinzu.

Warum bekannte Behandlungsmöglichkeiten oft scheitern und wie Sie mit neuen Methoden vielleicht bald wieder durchatmen können