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Dienstag, 30. November 2010

Vernebeltes Antibiotikum: Weniger Krankheitsschübe und bessere Lebensqualität für Patienten mit Bronchiektasen

In der bislang größten Langzeitstudie zur Dauertherapie mit inhalativen Antibiotika wurde erneut gezeigt: Diese Therapieform hilft den Patienten in vielerlei Hinsicht.

Die 65 Studienteilnehmer profitierten von deutlich weniger Krankheitsschüben und damit auch weniger Krankenhausaufenthalten, einem Rückgang der bakteriellen Besiedelung in der Lunge, einer verbesserten Belastungstoleranz und damit insgesamt von einer gesteigerten Lebensqualität.

Die Studie wurde in Großbritannien durchgeführt. 65 Patienten mit Bronchiektasen Bronchiektasen
Bronchiektasen-Patienten leiden unter krankhaften Ausweitungen der Atemgangswege (Bronchien). Die Leitsymptome dieser schwerwiegenden Erkrankung sind Husten und große Mengen an Auswurf. Mögliche Komplikationen sind Lungenentzündungen oder auch Bluthusten.
erhielten 12 Monate lang entweder ein Antibiotikum (Gentamicin) oder Placebo zweimal täglich via Vernebler. Zu Beginn und dann alle drei Monate wurden verschiedene Parameter erfasst: Die Lungenfunktion, die Lebensqualität, die Bakteriendichte im Sputum Sputum
Auswurf.
sowie die Anzahl der akuten Krankheitsschübe wurden beobachtet. In allen Punkten außer der Lungenfunktion erwies sich die Behandlung mit dem inhalativen Antibiotikum dem Placebo als deutlich überlegen. Insbesondere bei der Vermeidung von akuten Krankheitsschüben und für das subjektive Wohlbefinden der Patienten zeigte sich ein signifikanter Benefit dieser Therapieform.

Noch ein sehr wichtiger Aspekt konnte in der Studie aufgezeigt werden: Die Behandlung mit inhalativen Antibiotika sollte für langfristige Effekte bei diesen schwer kranken Bronchiektasen Bronchiektasen
Bronchiektasen-Patienten leiden unter krankhaften Ausweitungen der Atemgangswege (Bronchien). Die Leitsymptome dieser schwerwiegenden Erkrankung sind Husten und große Mengen an Auswurf. Mögliche Komplikationen sind Lungenentzündungen oder auch Bluthusten.
-Patienten als Dauertherapie konzipiert werden. Ansonsten kann sich das klinische Bild relativ rasch wieder verschlechtern: drei Monate nach Abbruch der Therapie näherten sich alle Parameter wieder den Werten, wie sie vor Studienbeginn waren.

Diagramm - Murray 2010

Patienten, die Gentamicin inhalierten, hatten weniger akute Krankheitsschübe

Diagramm - Murray 2010

Die Lebensqualität verbesserte sich deutlich unter der Behandlung mit inhalativem Gentamicin

Quelle: Murray et al. (2010) Am J Respir Crit Care Med: epub ahead of print