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Freitag, 13. Dezember 2013

Operationen verschieben oder gar überflüssig machen?

Mögliche Effekte der Rhinosinusitis-Therapie mit dem pulsierenden Aerosol Aerosol
In Gasen oder Luft schwebende kleine Partikel aus fester, flüssiger oder gemischter Zusammensetzung.
des PARI SINUS

Häufig vorkommende Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, die akute oder chronische Rhinosinusitis (ARS, CRS), werden mittels Nasenspülungen aber auch mit oralen Antibiotika und Cortison-Nasensprays behandelt. Nicht immer ist dies auf Anhieb erfolgreich, so dass u.U. zusätzliche Therapieversuche mit alternativen Antibiotika oder anderen Wirkstoffen aus der Gruppe der Cortison-Präparate notwendig werden. Letzter Ausweg - falls diese konservativen (d.h. erhaltenden) Maßnahmen nicht zum Ziel führen - ist häufig der operative Eingriff an den Nasennebenhöhlen.

Mit dem Inhaliergerät PARI SINUS gibt es inzwischen eine weitere konservative Behandlungsoption - die Inhalationstherapie mit vibrierenden Aerosolen. Die Effekte dieses neuen Therapie-Ansatzes wurden in einer Befragung in deutschen  und österreichischen HNO-Praxen thematisiert. Unter anderem trat dabei zutage dass für Patienten, die die Anwendung mit dem PARI SINUS durchführten, im Vorfeld geplante Operationen verschoben werden konnten, bzw. komplett auf sie verzichtet werden konnte. Bei 8 ARS-Patienten (von 33), die für die Nasennebenhöhlen-OP vorgesehen waren konnte bei zwei Patienten (25%) die OP verschoben werden. 3 Patienten (38%) mussten überhaupt nicht operiert werden, bei weiteren 2 Patienten fand die OP wie geplant statt. CRS-Patienten, die aufgrund ihres schwerwiegenderen Krankheitsbildes häufiger operiert werden, profitieren in höherem Maße von der PARI SINUS-Therapie: Bei 33 von 48 Patienten war eine Operation der Nasennebenhöhlen vorgesehen. Für 6 Patienten (18%) musste diese auch stattfinden. Für 16 Patienten (48%) konnte sie aufgeschoben werden, bei weiteren 6 Patienten (18%) wurde die OP obsolet.

weniger OPs bei Rhinosinusitis Diagramm Mentzel

Das pulsierende Aerosol Aerosol
In Gasen oder Luft schwebende kleine Partikel aus fester, flüssiger oder gemischter Zusammensetzung.
des PARI SINUS gelangt tief in die Kavitäten der Nasennebenhöhlen hinein. Die mit der Pulsation applizierten Substanzen - in der Mehrzahl der hier beschriebenen Fälle handelte es sich um eine isotonische saline Lösung – können ihre Wirkung an der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen entfalten und z.B. den Reinigungsprozess von Schleim und Sekret unterstützen. Die Wiederherstellung der natürlichen Drainage des Systems der Nasennebenhöhlen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Krankheitserregern wie Bakterien und Viren der Nährboden entzogen wird, und dass die krankmachenden Entzündungsprozesse gestoppt werden. 

Quelle: Mentzel et al. 2013 Poster EAACI-WAO Congress 2013