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Dienstag, 05. November 2013

Lebensqualität bei Rhinosinusitis – lässt sie sich „herbeivibrieren“?

Das Inhaliergerät PARI SINUS ermöglicht die Applikation aller geeigneten Substanzen direkt in den Kavitäten der Nasennebenhöhlen, also in Bereiche, in die die klassischen Nasensprays nicht vordringen können.

Erkrankungen der Nasennebenhöhlen wie die akute Rhinosinusitits (ARS) und die chronische Rhinosinusitis (CRS) können die betroffenen Patienten erheblich belasten. 10-15% der europäischen und der US Bevölkerung leiden an der CRS, der schwereren der beiden Krankheitsformen. Die ausgeprägte Symptomatik bewirkt eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität der Patienten und führt nicht selten zu Arbeitsausfällen.
Mittel der Wahl zur Therapie der meist viral bedingten Erkrankung sind Nasenspülungen mit salinen Lösungen, abschwellende oder entzündungshemmende Substanzen, die meist in Form von Nasenspray zur Anwendung kommen und  - im Falle einer bakteriellen Superinfektion orale Antibiotika. Eine Garantie für den Erfolg dieser Maßnahmen gibt es nicht, so dass - falls diese konservativen (d.h. erhaltenden) Maßnahmen nicht zum Ziel führen - oftmals der operative Eingriff an den Nasennebenhöhlen unumgänglich erscheint.
Inzwischen wurde das Spektrum der konservativen Behandlungs-Optionen um eine nicht invasive, schonende und schmerzfreie Möglichkeit erweitert - die Inhalationstherapie mit vibrierenden Aerosolen. Das Inhaliergerät PARI SINUS ermöglicht die Applikation aller geeigneten Substanzen direkt in den Kavitäten der Nasennebenhöhlen, also in Bereiche, in die die klassischen Nasensprays nicht vordringen können.

Weniger Beschwerden bei Rhinosinusitis

Abb. Positive Bewertung der Wirkung der PARI SINUS Therapie auf die gängige Nasennebenhöhlen-Symptomatik


In einer Befragung in deutschen  und österreichischen HNO-Praxen wurden die Effekte dieses neuen Therapie-Ansatzes betrachtet. Zunächst fiel auf, dass die Anwendung des PARI SINUS sehr gut akzeptiert wurde und auch das Handling des Gerätes sehr gute Noten erhielt. Auf einer Skala von -3 bis +3 („sehr schlecht“ bis „sehr gut“) nahmen die befragten Ärzte eine Einschätzung der Wirkung der Therapie auf die Leitsymptome der Erkrankung vor (Tabelle 1). Es wurde deutlich, dass sowohl für die ARS- als auch für die CRS-Patienten die Symptome Gesichtsschmerz, nasaler Sekretfluss, Behinderung der Nasenatmung, Schlafstörungen, Krankheitsverlauf durch die Therapie eine spürbare Reduzierung erfuhren und bei 9 von 12 Fragestellungen gute bis sehr gute Bewertungen von +2 bis 2,48 erhielten. Neben der Symptomlinderung und der Entwicklung des Krankheitsverlaufes erfuhr auch die Verbesserung der Lebensqualität gute Einschätzungen von +2,18 bei CRS und +2,39 bei ARS.
Die mit der Pulsation applizierten Substanzen - in der Mehrzahl der hier beschriebenen Fälle handelte es sich um eine isotonische saline Lösung – entfalten ihre Wirkung direkt an der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen, also dort wo die Erkrankung stattfindet und unterstützen dort z.B. den Reinigungsprozess von Schleim und Sekret. Die Wiederherstellung der natürlichen Drainage des Systems der Nasennebenhöhlen sorgt dafür, dass Krankheitserregern wie Bakterien und Viren der Nährboden entzogen wird und die Entzündung der oberen Atemwege ausheilen kann.  


Quelle: Mentzel et al. 2013 Poster EAACI-WAO Congress 2013