News

Freitag, 04. Oktober 2013

Gute Nachricht für alle Schniefnasen:

Nasenduschen mit Salzlösungen helfen chronisch verstopften Nasen

Kommt Ihnen das auch bekannt vor?
Eine dauernd verstopfte oder laufende Nase. In der Kopfgegend drückt oder schmerzt es, der Geruchsinn nimmt ab. Diese Symptome, über einen Zeitraum von über drei Monaten dauernd, weisen auf eine chronische Rhinosinusitis (CRS) hin. Zur Behandlung dieser lang anhaltenden Entzündung, können Nasenduschen mit Salzlösung eine natürliche, sowie sinnvolle Ergänzung der symptomatischen Therapie bei CRS sein.
Experten der Universität Köln bewerteten nun in einer aktuellen Übersichtsarbeit die Studienlage zur Wirksamkeit und korrekten  Anwendung von Nasenduschen im akuten und chronischen Krankheitsfall  [1].
Die Autoren kommen zum Schluss, dass die Evidenz für Nasenspülungen mit Salzlösungen gesichert ist. Dies wird durch eine Meta-Analyse des Cochrane–Instituts von 2007 [2], sowie die EPOS Leitlinie von 2012 [3] untermauert. Nasenspülungen mit Salzlösungen führten zu einer symptomatischen Besserung bei Patienten mit chronischer Rhinosinusitis und waren gut verträglich.
Die Konzentration der Salzlösung sollte laut Empfehlung der Wissenschaftler zwischen 2 und 3,5 % liegen. Auch die richtige Technik ist entscheidend: Als effektiv hat sich nur das Spülverfahren mit positivem oder negativem Druck erwiesen. Das heißt, um den Spüldruck zu erhöhen, kann die Nasendusche vorsichtig von der Seite zusammengedrückt werden.


Fazit:
Die Therapie von Patienten mit einer chronischen Rhinosinusitis kann mit natürlichen Salzlösungen unterstützt werden. So bestätigt die aktuelle Übersichtsarbeit, dass die Nasenspülung mit 2-3,5 % Salzlösung bei korrekter Anwendung, eine sinnvolle und bewährte Ergänzung  bei der Behandlung chronischer Rhinosinusitis darstellt.


Quellen:
[1] Achilles et al. Curr Allergy Asthma Asthma
Erkrankungen der Atemwege mit Überempfindlichkeit der Bronchien und wechselnder Atemwegsverengung. Auslöser können Allergene, körperliche Aktivitäten und andere Reize (z. B. Tabakrauch, kalte / trockene Luft, Stäube) sein.
Rep. 2013 Apr;13(2):229-35
[2] Harvey et al. Cochrane Database Syst Rev. 2007 Jul 18;(3)
[3] Fokkens et al. Rhinology. 2012 Mar;50(1):1-12