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Dienstag, 29. September 2009

Expertenmeinung: Inhalierhilfen für jedes Alter

Zwei italienische Ärzte haben in der Zeitschrift „Expert Opinion on Drug Delivery“ über ihre Erfahrungen in der Inhalationstherapie berichtet [1]. Ihre Vorgehensweise im Praxisalltag ist es, Inhalierhilfen als Zusatz für ein Asthmaspray für das gesamte Patientenspektrum zu verwenden.

Sie empfehlen insbesondere den Einsatz von antistatischen Inhalierhilfen mit Ventil wie z.B. die VORTEX quer über alle Gruppen hinweg von den Babies bis hin zu älteren Patienten. Sie stützen sich dabei neben den eigenen Erfahrungen auch auf Studien, die gezeigt haben, dass viele Patienten nicht in der Lage sind, alle Schritte, die für eine effektive Inhalation mit einem Asthmaspray nötig sind, korrekt durchzuführen [z.B.2,3].

Inhalierhilfen schaffen zwischen Asthmaspray und dem Mund des Patienten zusätzlichen Raum, indem sich die „Aerosolwolke“ entwickeln kann. Das Medikament kann dann in Ruheatmung abgeatmet werden. Dadurch wird die Inhalation sehr viel einfacher und – weil in der Regel fehlerlos – auch deutlich zuverlässiger. Parallel dazu werden in der Inhalierhilfe große Partikel herausgefiltert und nur die kleinen, lungengängigen Teilchen werden eingeatmet. Das führt zu weniger Medikamentenablagerung im Mund-Rachenraum und damit dort auch zu weniger Nebenwirkungen. Patienten mit Asthma und COPD profitieren damit deutlich stärker von ihrer Therapie.

[1] Lavorini & Fontana 2009 Expert Opin Drug Deliv 5(1): 91
[2] Molimard et al. 2003 J Aerosol Med 16(3): 249
[3] Kamps et al. 2000 J Pediatr Pulmonol 29(1) : 39