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Freitag, 25. Mai 2012

Die Vernebler-Therapie im Management der COPD:

Welche Nachweise und Empfehlungen gibt es?

Eine erfolgreiche Therapie der COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) basiert zum einen auf der richtigen Anwendung des Inhalators. Zum anderen ist es auschlaggebend, dass der Patient zufrieden ist.

Der Arzt steht damit vor der Aufgabe das jeweils passende Applikationssystem für seinen Patienten auszuwählen: Dosieraerosol (MDI), Pulverinhalator (DPI) oder Vernebler?

Ein kürzlich veröffentlichter klinischer Review-Artikel1 gibt klare Empfehlungen, in welchen Situationen COPD-Medikamente mittels eines Verneblers inhaliert werden sollen:

● Bei älteren Patienten, besonders über 65 Jahren

● Bei Patienten mit schwerer COPD und häufigen Exazerbationen

  (Verschlechterung der Symptome)

● Bei Patienten mit körperlichen und/oder kognitiven Einschränkungen

● Während Exazerbationen, bes. wenn höhere Dosierungen nötig sind

● Bei Patienten, die trotz richtigem Gebrauch von MDIs oder DPIs

   keine ausreichende Symptom-Verbesserung erhalten

Das Fazit der amerikanischen Autorengruppe lautet: Bei Patienten, die die Verneblertherapie bevorzugen, ist eine bessere klinische Wirkung im Vergleich zu MDI und DPI zu erwarten

1Dhand et al., COPD 2012, 9:58-72