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Montag, 28. Januar 2013

Chronische Rhinosinusitis...

...Optimierte konservative Therapie lässt hoffen

Die Inhalation eines Corticosteroids mit dem PARI SINUS scheint den Wirkungsgrad der lokalen Medikamentenapplikation zu verbessern. Darauf weisen zumindest die Ergebnisse einer Pilotstudie hin, die zur 83. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für HNO Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie 2012 vorgestellt wurden.

Hanga et al hatten 7 Patienten mit chronischer Rhinosinusitis CRS (ohne Polypen) mit einem Cortison-Präparat behandelt. Die Heidelberger HNO-Ärzte ließen ihre Patienten während 6 Wochen einmal täglich Fluticasonpropionat (Flutide forte, 2mg/2ml Suspension) inhalieren. Die Verabreichung des Medikamentes erfolgte mittels des speziell für die Therapie der Nasennebenhöhlen entwickelten PARI SINUS.

Die vor Beginn und nach Abschluss der Therapie aufgenommenen Werte des SNOT-20 GAV (die deutsche Version eines Tests der krankheitsspezifischen Lebensqualität) und der Schleimhautdicke in den Kieferhöhlen (bei 4 der 7 Patienten) machen zuversichtlich: Die subjektive Bewertung der Beeinträchtigung durch die Krankheit sank auf der 0-10 Skala von 6,9 auf 4,7 (-32%); die mittlere Schleimhautdicke der medialen Wand der linken Kieferhöhle sank von 4,2mm auf 2,8mm (-33%).

Dieses gute Ergebnis wird möglich, weil das Medikament mit dem vibrierenden Aerosol Aerosol
In Gasen oder Luft schwebende kleine Partikel aus fester, flüssiger oder gemischter Zusammensetzung.
des PARI SINUS in die Nasennebenhöhlen hinein geführt wird. Dort, also direkt am Ort der Erkrankung, kann der Wirkstoff dann seine antientzündliche Wirkung entfalten.

Obwohl diese Pilotstudie an einer sehr kleinen Patientengruppe durchgeführt wurde, können die Ergebnisse Patienten mit chronischer Rhinosinusitis Mut machen: Lassen sich die Resultate nämlich in einer Studie mit deutlich höheren Patientenzahlen bestätigen, öffnet dies weitere Türen für diese schmerzfreie und nicht invasive Form der Therapie.

Abb. 1: Die subjektive Bewertung der Beeinträchtigung durch die Krankheit auf einer Skala von 0-10 vor bzw. nach der Therapie

 

 Abb. 2: Die mittlere Schleimhautdicke der medialen Wand der linken Kieferhöhle vor bzw. nach der Therapie

 

Hanga Darinka, Baumann I, Rohde S, Schipper J. (2012):  Vibrations-Inhalation von Fluticasonpropionat bei chronischer Rhinosinusitis mit dem Pari Sinus – eine Pilotstudie. Vortrag zur 83. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, 16.-20.05.2012, Mainz.